Referat von Christian Rothenbach, Klasse 7b im Schuljahr 2000/01
Illegale Drogen - Geschichte, Arten und neurologische Wirkung

Kokain:

Geschichte:
Der Grundstoff Kokains, die Blätter des Coca-Strauches, wurden schon vor 5000 Jahren von den Mayas und Azteken konsumiert. Damals halfen sie zur Abhärtung gegen das raue Klima und die langen Hungerstrecken bei großen Wanderungen. Heute wie damals werden in Südamerika Coca-Plantagen betrieben. 1860 wurde das erste mal mit einem Matsch aus Coca-Blättern und Kerosin reines Kokain hergestellt, und hatte große Verwendung im Medizinischem Bereich. Bis 1903 wurde sogar Coca-Cola Koks beigemischt. Im Jahre 1930 wurde Kokain schließlich zusammen mit Opium und Heroin verboten. Da die Regierung in diesen Ländern sehr Korrupt ist, läuft der Kokain-Handel reibungslos. Von Zeit zu Zeit wird mal eine Plantage hochgenommen, was aber nur zur Propaganda nützt. Die Hersteller verdienen an einem Kilo Koks gerade einmal 300 DM, die Drogensyndikate verkaufen es für 1500 DM weiter...., und ganz am Ende auf der Straße kostet ein Kilo Kokain "läppische" 150.000 DM, was gerade mal das 100-Fache ist.

Konsum:
Kokain kann auf vielen unterschiedlichen Wegen konsumiert werden. Die bekannteste Methode ist der Konsum durch die Nase, das so genante koksen oder schmalzen. Man kann es auch ähnlich wie Heroin mit Ascorbin und Essig aufkochen und es intravenös injizieren. Man kann es mit Backpulver und Wasser aufkochen. Durch dieses sog. "freebasen" erhält man Crack. Obwohl das enthaltene Kokain "gestreckt" wird, ist die Wirkung verstärkt. Der Stoff wird geraucht, gelangt schnell ins Gehirn, schnell ist die Wirkung aber auch schon wieder rum. Dieser Kickeffekt und der Verhältnismäßig niedrige Preis von 15-30DM/Portion lädt leicht zu einer Dosissteigerung einAngeblich gab es 1980 die ersten Crack-Vorläufer und spätestens 1983 fand die Polizei des Stoffes, heute unter dem Namen Crack bekannt ist. Der Name von 'to crackle' zu gut deutsch 'knistern', dem Geräusch das beim Verbrennen des Stoffes entsteht.

Was geschieht im Gehirn bei Konsum?
Kokain wirkt vorallen auf die Nervenbahnen und Gehirnregionen ein, die Dopamin als Überträger verwenden. Es verhindert die Aufnahme des Dopamins an den synaptischen Endungen. (Dopamin ist eine Art Glückshormon und ist im Belohnungszentrum unseres Gehirns vorhanden, allerdings auch für Depressionen und Schizophrenie verantwortlich). Die Blockierung der Dopaminresorption durch das Kokain führt zu einer größeren Verfügbarkeit dieses Botenstoffes an den Synapsen. Der damit verbundene Anstieg der dopamingestützten Erregungsleitung bedingt die psychostimulierende Wirkung dieser Droge. Die anhaltende Dopaminausschüttung bei gleichzeitiger Blockierung der Aufnahme durch die Neuronen, wie sie beim chronischen Kokainmißbrauch auftritt, verursacht im Gehirn einen starken Dopaminmangel. Dies äußert sich in der sogenannten Anhedonie (Unfähigkeit, Lust zu empfinden). Außerdem regt Kokain das Zentrale Nervensystem stark an, was vorallen eine Anregung des Herzmuskels zur Folge hat. Der Puls steigt, Adrenalin wird in hohen Dosen ausgeschüttet, was ein allgemeines Gefühl von Euphorie und Macht bewirkt.

Sonstiges:
Die Gefahr der Kokainabhängigkeit ist sehr groß. Dies macht sich vor allem geistig bemerkbar. Da das Alkaloid nicht in den Stoffwechsel eingebaut wird, liegt also keine körperliche Abhängigkeit vor, wie man sie von Opiaten kennt. Die Suchtwirkung wird nur noch von Heroin übertroffen. Die körperlichen Schäden bei Dauerkonsum wie die sog. Koksnase und der körperliche Verfall ließen sich bei reinem Stoff und sozialer Unterstützung weitgehend vermeiden.

Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen

(Neben)Wirkungen:

Folgeerscheinungen: